21.12.2021

How to be a Teamleader

Eine gute Führungskraft zu sein kostet nichts und kann dabei viel bewirken.

„Das Ergebnis zählt“, hat dabei als Devise ausgedient. Für ein gelungenes Team-Management zählt der Prozess. Führungskräfte, die die Arbeit als Lernprozess verstehen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zuhören, werden mit resilienteren Kolleginnen und Kollegen belohnt.

<u>Aussprechen hilft</u>

Das Sprach-Klima in einem Team bestimmt darüber, wie resilient Mitglieder auf Krisen reagieren. Dieses Klima bezeichnet die Möglichkeiten, die Team-Mitglieder haben, Probleme und aktuelle Fragen auch tatsächlich anzusprechen. Um den Team-Mitgliedern einen solchen Raum zum Aussprechen zu bieten, haben Führungskräfte zwei Möglichkeiten:

  1. Vorangehen: Führungskräfte dienen ihren Teams als Vorbilder, ob bewusst oder unbewusst, ob positiv oder negativ. Sprechen sie schwierige Themen selbst offen an, prägen sie damit den Stil in ihrer Abteilung.
  2. Einladen: Um hierarchische Hürden abzubauen, kann es dann helfen, auch die Kolleginnen und Kollegen einzuladen, Schmerzpunkte zu benennen oder Ideen einzubringen. Wer dann zuhört und offen reagiert, fördert das allgemeine Klima und die Zusammenarbeit im Team. Auch Mitarbeitende können vorangehen, um das Sprach-Klima in ihrer Abteilung zu verbessern.

Wichtig: Nicht zu verbissen rangehen. Gerade in „das haben wir noch nie so gemacht“-Gruppen kann es dem Ziel dienen, mit kleinen Schritten anzufangen.

Führungskräfte, die den Lernprozess als Bestandteil der Arbeit ansehen, verstärken diese offene Kultur. Wo Fehler gemacht werden dürfen, da können Menschen offener miteinander sprechen. Diese Offenheit passt zur Kultur der neuen Professionalität. Bewegen wir uns in einem toxisch professionellen System, ist es schwieriger, Fehler und Überforderung zuzugeben oder Ideen noch einmal neu zu besprechen, zurückzunehmen oder zu modifizieren.

Für jede Organisation zielführender ist es dagegen, Lernen zu ermöglichen. Die Arbeitspsychologie spricht in diesem Zusammenhang von LGO, der “Learning Goal Orientation” der Anführenden. King und Brykman beobachteten bei kanadischen Start-ups, dass diese Lernorientierung dazu beitrug, dass die Teams in ihren Gesprächen einen stärkeren Fokus auf Verständnis untereinander legten, wie auch auf Wachstum bei Herausforderungen.

<u>Tipps für Führungskräfte:</u>

  • Zu Risiken ermuntern: Das stärkt das Gefühl einer starken Vertrauensbasis – in beide Richtungen.
  • Bei Bedarf Vorschläge einbringen: So stärken Mitarbeitende und Führungskräfte ihre Verbindung.
  • Gemeinsam lernen: Davon profitiert am Ende die ganze Organisation.

Führungskräfte, die diese beiden Faktoren bei ihrem Team-Management berücksichtigten, hatten widerstandsfähigere Teams. Sie konnten mit Krisen besser umgehen und gingen gestärkt aus ihnen hervor. Gleichzeitig engagierten sich die Team-Mitglieder stärker dafür, für ihren Job zu lernen und Wissen untereinander auszutauschen, um so einen besseren Job zu machen.