1.12.2021

Home Office – eine Bilanz nach 1,5 Jahren

Nach fast zwei Jahren Homeoffice, hat eine repräsentative Umfrage von Censuswide, im Auftrag von LinkedIn ergeben, dass besonders Junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer das Arbeiten im Büro dem Home Office vorziehen.

Bei der Umfrage im August 2021 wurden über 1000 Arbeitnehmerinnen und Arbeiter ab 16 Jahren zu dem Thema befragt.

Von allen Befragen bevorzugen 30% das Büro, die Heimarbeit hingegen präferieren lediglich 23% als dauerhaftes Modell. Die Mehrheit der Befragten ist für den hybriden Betrieb.

Fraglich ist jedoch, warum knapp die Hälfte aller 16- bis 24-Jährigen das Arbeiten im Büro dem Home Office vorziehen?

In einigen Fällen, sei das Home Office negativ konnotiert, bzw. sehen besonders Junge Leute bessere Karrierechancen im Büro. Sie haben Sorge, dass sich das Home Office negativ auf ihre Karriere und Aufstiegschancen auswirke. Etwa die Hälfte der 16- bis 24-Jährigen befürchten durch den selteneren Kontakt zu den Vorgesetzten beispielsweise bei Beförderungen übergangen zu werden.

Auch 40 Prozent der insgesamt Befragten stimmen der Aussage zu, dass „ArbeiterInnen, die mehr Zeit im Büro verbringen, eher von Vorgesetzten als Führungskräfte bevorzugt werden“.

In einem Punkt sind sich viele jedoch einig, die Präsenzkultur ist wichtig.

Über 60 Prozent der Befragten stimmen darin überein, dass ihnen der persönliche Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen Büro fehle. Auch das Lernen voneinander leide massiv unter dem Arbeiten von Zuhause. Jedoch sind es wieder die jungen Arbeiterinnen und Arbeiter, die besonders damit zu kämpfen haben. Sie geben an, ihr berufliches Lernen werde teils oder stark negativ durch die Pandemie beeinflusst und sie lernen insgesamt weniger als vor der Versetzung ins Home Office.